Paco de Lucia: Eine Legende des Flamencos

Paco de Lucia ist ein bedeutender zeitgenössischer Spanischer Gitarrist und gilt als Großmeister der Flamenco-Gitarre.

Wenn überhaupt ein Musiker einen Musikstil repräsentieren kann, dann ist das für den Flamenco der Gitarrist Paco de Lucia. Kein anderer ist so fest und stilsicher in der Tradition verwurzelt, und kein anderer wagt zugleich so mutige und künstlerisch fruchtbare Experimente. Seit Jahrzehnten prägt er mit Auftritten in der ganzen Welt  als Solist, mit eigenen Formationen und an der Seite von Sängern und Tänzern das Gesicht des Flamenco.

Allein unter seinem eigenen Namen hat er über 50 Schallplatten und CDs veröffentlicht. Unter den zahlreichen Auszeichnungen wie dem Flamenco-Grammy, die er für seine Musik bekommen hat, ist der wichtigste der hochdotierte Prinz-von-Asturien-Preis, der als Spanischer Nobelpreis der Künste gilt.

Paco de Lucia erhält mit fünf Jahren seine erste Gitarre von seinem Vater, der selbst Gitarrist ist. Der Vater bringt ihm anschließend das Gitarrenspiel bei. Die klassische Flamencoausbildung bedeutet, dass man nicht nach Noten und in einer Schule lernt. Der Flamenco versteht sich vielmehr als Kunst des Volkes und wird durch Zuhören und Nachahmen tradiert. daher können viele der bedeutenden Flamencogitarristen keine Noten lesen. 

Paco de Lucia interpretiert folglich klassische Musik alleine durch Auswendiglernen und Wiedergeben ohne die Zuhilfenahme von Partituren. Bekannte Interpretationen sind beispielsweise "Interpreta a Manuel de Falla", "Doce canciones de Garcia Lorca", oder das "Concierto de Aranjuez", das er im Beisein des Komponisten Joaquin Rodrigo aufnimmt. 

Wesentliche Diskographie:

Cositas Buenas (2004)

The guitar trio (1996) mit al Di Meola und John McLaughlin

Concierto de Aranjuez (1991)

Entre dos aguas (1998)

Ausserdem interessant: